SCHWERE ARBEIT
Fragebogen Social Justice und Diversity
Fragebogen Social Justice und Diversity
Zeichnung, Pigmentliner, 50 x 70 cm, 2025
SCHWERE ARBEIT ist ein Versuch künstlerische Arbeit in Form von Datum, Dauer und Tätigkeitsfeld (Recherche, Experiment, Zeichnen, …) zu untersuchen, um zu erforschen, wie kreative Prozesse ablaufen.
Lassen sich Bildfindungen durch ein protokollarisches System nachbilden? Wird das Fortschreiten des Denkens und emotionalen Handelns - im Vergleich zwischen Zeichnungen und Arbeitszeitprotokoll - (be)greifbar, lesbar, nachvollziehbar? Wie und wodurch entstehen Verdichtungen, Sprünge, Risse, Bohrungen?
Ausgangspunkt war mein Video IM AKKORD, in dem ich nach den Körperbewegungen meiner Mutter während ihrer 15-jährigen Fabriksarbeit gefragt habe und danach, wie sich diese Bewe-gungen der maschinellen Arbeit in ihren Körper eingeschrieben haben. Ich suche nach Entsprechungen und frage nach einer Darstellbarkeit beider Systeme: Wie lässt sich die im Akkord ver-richtete Lohnarbeit meiner Mutter, sichtbar durch die Körpererinnerung ihrer Hände, meiner kreativen Arbeit gegen-überstellen, in der sich Entscheidungen über Form und Dar-stellung manifestieren? Darauf bezieht sich auch der Titel SCHWERE ARBEIT, der zugleich humoristisch und realistisch die Lohn- und künstlerische Arbeit eng führt. Die einzelnen Zeichnungen nehmen Bezug auf Texte und Popsongs, die sich mit der Klassenthematik auseinandersetzen und wichtige Referenzen in meiner künstlerischen Praxis sind. So verweist der Titel "Die feinen Unterschiede" auf Pierre Bourdieu, "If you want my future, forget my past" zitiert eine Text-zeile der Spice Girls, und "Working Class Daughter" (refuse to surrender) nimmt Bezug auf das Buch mit gleichnamigem Titel, sowie auf meine eigene Herkunftsgeschichte. Der Werkzyklus SCHWERE ARBEIT fragt nach der Sichtbarkeit von Arbeit, verweist jedoch zugleich auf die (Un)Vergleichbarkeit unterschiedlicher Arbeitssysteme.
SCHWERE ARBEIT ist ein Versuch künstlerische Arbeit in Form von Datum, Dauer und Tätigkeitsfeld (Recherche, Experiment, Zeichnen, …) zu untersuchen, um zu erforschen, wie kreative Prozesse ablaufen.
Lassen sich Bildfindungen durch ein protokollarisches System nachbilden? Wird das Fortschreiten des Denkens und emotionalen Handelns - im Vergleich zwischen Zeichnungen und Arbeitszeitprotokoll - (be)greifbar, lesbar, nachvollziehbar? Wie und wodurch entstehen Verdichtungen, Sprünge, Risse, Bohrungen?
Ausgangspunkt war mein Video IM AKKORD, in dem ich nach den Körperbewegungen meiner Mutter während ihrer 15-jährigen Fabriksarbeit gefragt habe und danach, wie sich diese Bewe-gungen der maschinellen Arbeit in ihren Körper eingeschrieben haben. Ich suche nach Entsprechungen und frage nach einer Darstellbarkeit beider Systeme: Wie lässt sich die im Akkord ver-richtete Lohnarbeit meiner Mutter, sichtbar durch die Körpererinnerung ihrer Hände, meiner kreativen Arbeit gegen-überstellen, in der sich Entscheidungen über Form und Dar-stellung manifestieren? Darauf bezieht sich auch der Titel SCHWERE ARBEIT, der zugleich humoristisch und realistisch die Lohn- und künstlerische Arbeit eng führt. Die einzelnen Zeichnungen nehmen Bezug auf Texte und Popsongs, die sich mit der Klassenthematik auseinandersetzen und wichtige Referenzen in meiner künstlerischen Praxis sind. So verweist der Titel "Die feinen Unterschiede" auf Pierre Bourdieu, "If you want my future, forget my past" zitiert eine Text-zeile der Spice Girls, und "Working Class Daughter" (refuse to surrender) nimmt Bezug auf das Buch mit gleichnamigem Titel, sowie auf meine eigene Herkunftsgeschichte. Der Werkzyklus SCHWERE ARBEIT fragt nach der Sichtbarkeit von Arbeit, verweist jedoch zugleich auf die (Un)Vergleichbarkeit unterschiedlicher Arbeitssysteme.

